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Die Namenforschung oder Namenkunde (Onomastik) ist ein Wissenschaftszweig, der sich mit der Erforschung jeder Art von Namen (Personennamen, Familiennamen, geographische Namen usw.), ihrer Deutung, Bildung (Laut- und Formenlehre, Wortbildung), Entstehung (Etymologie, Herkunft, Alter), räumlichen Verbreitung (Namengeographie) und ähnlichen Problemen befaßt.
Zwischen der ursprünglichen Bedeutung eines Namens und seiner jetzigen Anwendung liegt eine mehr als tausendjährige Entwicklung. Die Quellen der Familiengeschichtsforschung reichen oft nur wenige Jahrhunderte zurück, während die Familiennamen in früherer Zeit wurzeln. Ein Name kann daher als ältestes Zeugnis der Familiengeschichte bezeichnet werden. Er kann Auskunft geben über Beruf, Heimat oder Aussehen der Vorfahren zur Zeit der Festwerdung der Familiennamen. Vor allem die sprachliche Form, insbesondere der Herkunfts- und Berufsnamen, sowie Lautstand und Wortzusammensetzung der Namen allgemein lassen Rückschlüsse auf das Verbreitungsgebiet und damit auf die Herkunft der Vorfahren des Namensträgers zu. Die Deutung von Namen ist aber oft schwierig, und so bleibt es nicht aus, daß durch vorschnelle und unrichtige Deutungen vielfach Irrtum verbreitet wird. Die Verwertung unserer Personen- und Ortsnamen für die familiengeschichtliche Forschung erfordert genaue Kenntnis der Lautgesetze und gründliches Studium der einschlägigen germanistischen Literatur.
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